Dr. Jan Schittenhelm
Traumatherapie in Tübingen
In Folge eines schwerwiegenden Ereignisses (z.B. schwerer Unfall, körperlicher oder sexueller Missbrauch, schwere Naturkatastrophen, Kriegserfahrungen oder ähnliches) können starke Belastungen und Einschränkungen auftreten. So kann sich beispielsweise eine Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS/PTSD) entwickeln, die mit Symptomen wie regelmäßigen Erinnerungen an das Ereignis, Albträumen, ständiger Anspannung oder ähnlichem einhergehen kann.
In meiner Praxis in Tübingen behandle ich Traumafolgestörungen und posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) im Rahmen einer wissenschaftlich fundierten Verhaltenstherapie. Auf dieser Seite erfahren Sie, wann eine Traumatherapie sinnvoll sein kann, wie eine Behandlung abläuft und welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt.


Was ist ein psychisches Trauma?
Ein psychisches Trauma kann entstehen, wenn eine Person ein Ereignis erlebt oder beobachtet, das als außergewöhnlich bedrohlich oder überwältigend wahrgenommen wird. Dazu können beispielsweise schwere Unfälle, körperliche oder sexuelle Gewalt, Kriegserfahrungen, schwere Naturkatastrophen oder andere lebensbedrohliche Ereignisse gehören. Solche Ereignisse würden typischerweise bei nahezu jeder Person eine tiefe Verzweiflung auslösen.
Nach einer solchen Erfahrung kann die psychische Gesundheit vorübergehend oder auch längerfristig beeinträchtigt sein. Manche Menschen entwickeln dabei eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) oder andere Traumafolgestörungen.
Wichtig ist: Nicht jede belastende Erfahrung stellt automatisch ein Trauma im psychotherapeutischen Sinn dar. Entscheidend sind unter anderem die individuelle Situation, die Art des Ereignisses und die Entwicklung der Beschwerden.
Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite der deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie.
Wann kann eine Traumatherapie sinnvoll sein?
Eine psychotherapeutische Behandlung kann sinnvoll sein, wenn Beschwerden nach einem traumatischen Ereignis über längere Zeit bestehen bleiben und den Alltag, die Beziehungen oder die Lebensqualität beeinträchtigen.
Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Sie
- wiederholt an das Ereignis denken müssen oder sich die Erinnerung aufdrängt,
- Albträume oder belastende Erinnerungen haben,
- bestimmte Orte, Situationen oder Gespräche vermeiden,
- sich dauerhaft angespannt, wachsam oder innerlich unruhig fühlen,
- sich emotional distanziert oder wie „abgeschaltet“ fühlen,
- starke Ängste oder Schuldgefühle entwickeln
Ob eine Traumafolgestörung vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist, wird im Rahmen der diagnostischen Abklärung am Anfang der Therapie gemeinsam geklärt.


Welche Beschwerden können nach einem Trauma auftreten?
Erinnerungen an das Ereignis können sich ungewollt aufdrängen. Manche Menschen erleben Flashbacks, belastende Bilder und Erinnerungen oder wiederkehrende Albträume.
Bestimmte Orte, Menschen, Gedanken, Situationen oder Gespräche werden möglicherweise vermieden, weil sie an das Erlebte erinnern.
Eine erhöhte innere Anspannung oder eine ausgeprägte Wachsamkeit können auftreten.
Manche Betroffene entwickeln beispielsweise starke Schuldgefühle, negative Gedanken über sich selbst oder andere Menschen oder fühlen sich emotional abgestumpft.
Traumafolgen können sich auf Beziehungen, Arbeit, Studium, Schlaf, Konzentration und das allgemeine Wohlbefinden auswirken.
Wie funktioniert Traumatherapie?
Eine psychotherapeutische Behandlung kann sinnvoll sein, wenn Beschwerden nach einem traumatischen Ereignis über längere Zeit bestehen bleiben und den Alltag, die Beziehungen oder die Lebensqualität beeinträchtigen. Eine Traumatherapie wird individuell an die jeweilige Situation angepasst. Zunächst geht es darum, Ihre Beschwerden und Ihre aktuelle Lebenssituation genau zu verstehen und gemeinsam zu klären, welche Behandlung für Sie geeignet ist.
Bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) gehören traumafokussierte psychotherapeutische Verfahren zu den wissenschaftlich empfohlenen Behandlungsmöglichkeiten. Welche therapeutischen Methoden eingesetzt werden und in welcher Reihenfolge dies sinnvoll ist, hängt von Ihrer individuellen Situation und Ihren Bedürfnissen ab.


Wie läuft eine Traumatherapie ab?
Im Erstgespräch besprechen wir, was Sie aktuell belastet und mit welchem Anliegen Sie in die Therapie kommen. Dabei können auch Fragen zu einem belastenden oder traumatischen Ereignis eine Rolle spielen. Sie entscheiden selbst, was Sie zu diesem Zeitpunkt erzählen möchten.
Auf Grundlage der diagnostischen Abklärung besprechen wir gemeinsam, welche Behandlung sinnvoll ist und welche Ziele Sie mit der Therapie verbinden.
Die weitere Behandlung richtet sich nach Ihren Beschwerden und den gemeinsam vereinbarten Zielen. Dabei können verhaltenstherapeutische und traumafokussierte Methoden eingesetzt werden.
Je nach individueller Situation kann es zunächst darum gehen, mit belastenden Gefühlen und körperlichen Reaktionen besser umzugehen. Im weiteren Verlauf kann eine gezielte Auseinandersetzung mit traumatischen Erinnerungen Bestandteil der Behandlung sein.
Gegen Ende der Therapie geht es darum, erreichte Veränderungen zu festigen und Strategien für den zukünftigen Umgang mit möglichen Belastungssituationen zu entwickeln.
Nein. Sie müssen in einem ersten Gespräch nicht sofort alle Einzelheiten eines traumatischen Erlebnisses schildern. Gerade bei belastenden Erfahrungen ist es wichtig, dass Sie sich ausreichend sicher fühlen und das Tempo der Behandlung gemeinsam abgestimmt wird.
Für wen ist Traumatherapie geeignet?
Eine Traumatherapie kann für Erwachsene sinnvoll sein, die nach einem belastenden oder traumatischen Ereignis länger an psychischen Beschwerden leiden und dadurch in ihrem Alltag beeinträchtigt sind.
Dazu können beispielsweise Menschen gehören, die nach einem schweren Unfall, Gewalterfahrungen, Missbrauch oder anderen schwerwiegenden Ereignissen anhaltende psychische Beschwerden entwickelt haben.
Ob eine Traumatherapie in Ihrem Fall geeignet ist, lässt sich am besten in einem persönlichen Erstgespräch und im Rahmen einer diagnostischen Abklärung bestimmen.


Traumatherapie bei PTBS
Eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) kann nach einem traumatischen Ereignis entstehen. Typisch sind unter anderem das Wiedererleben des Ereignisses, Vermeidung, eine anhaltend erhöhte Anspannung sowie Veränderungen von Gedanken und Gefühlen.
Wichtig: Eine PTBS ist behandelbar. Die aktuelle Leitlinie zur Behandlung empfiehlt traumafokussierte Psychotherapie als zentrale psychotherapeutische Behandlung.
In meiner Praxis in Tübingen erfolgt zunächst eine sorgfältige diagnostische Abklärung. Anschließend besprechen wir gemeinsam, welche psychotherapeutische Behandlung für Ihre individuelle Situation geeignet ist.
Häufige Fragen zur Traumatherapie
Traumatherapie bezeichnet psychotherapeutische Behandlungen, die sich speziell mit psychischen Folgen traumatischer Erfahrungen beschäftigen. Bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung kommen insbesondere traumafokussierte psychotherapeutische Verfahren zum Einsatz.
Eine Traumatherapie kann sinnvoll sein, wenn nach einem traumatischen Ereignis länger anhaltende Beschwerden auftreten und den Alltag oder die Lebensqualität beeinträchtigen. Ob eine spezielle Traumatherapie notwendig ist, wird im Rahmen einer diagnostischen Abklärung ermittelt.
Nein. Sie müssen im Erstgespräch nicht alle Einzelheiten eines traumatischen Erlebnisses erzählen. Zunächst geht es darum, Ihre aktuelle Situation und Ihr Anliegen zu verstehen und gemeinsam das weitere Vorgehen zu besprechen.
Die Dauer hängt von der individuellen Situation, den Beschwerden und den gemeinsam vereinbarten Therapiezielen ab. Eine pauschale Angabe ist deshalb nicht möglich.
Eine Posttraumatische Belastungsstörung ist behandelbar. Ziel der Psychotherapie ist es, die Beschwerden zu reduzieren, die Verarbeitung des Erlebten zu unterstützen und den Alltag wieder stärker selbstbestimmt gestalten zu können. Ob alle Ziele vollumfänglich erreicht werden, hängt allerdings vom Verlauf der Behandlung und der Schwere der Symptomatik ab und kann nicht zu 100% garantiert werden.
Ja. In meiner psychotherapeutischen Praxis in Tübingen behandle ich Traumafolgestörungen und PTBS im Rahmen meiner psychotherapeutischen Tätigkeit. Ob eine Behandlung in meinem Angebot für Ihre individuelle Situation geeignet ist, klären wir im Erstgespräch.
Bei Privatpatienten hängt die Kostenübernahme vom individuellen Versicherungstarif ab. Beihilfeberechtigte sollten die Voraussetzungen mit ihrer Beihilfestelle klären. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zu Privatpatienten und Beihilfe.
Sie möchten sich über eine Traumatherapie informieren?
Wenn Sie nach einem traumatischen Erlebnis psychisch belastet sind und sich fragen, ob eine psychotherapeutische Behandlung für Sie sinnvoll sein könnte, können Sie gerne Kontakt zu mir aufnehmen.
Zur besseren Unterstützung von traumatisierten Menschen in der Region Tübingen, Reutlingen, Stuttgart und dem Alb-Kreis führe ich eine separate Warteliste für Traumabehandlungen. Kontaktieren Sie mich also gerne mit dem Verweis auf eine Traumabehandlung.
Mail: therapie.schittenhelm@posteo.de
Tel: 0178 3142908
